Manche brauchen länger

16.10.2007

 

Zuschauerschnitt Füchse Duisburg (Tabellenletzter) nach sechs DEL-Spielen 07/08:
1498 Zuschauer

Zuschauerschnitt Grizzly Adams Wolfsburg (Tabellenvorletzter) nach fünf DEL-Spielen 07/08:
2340 Zuschauer

Manchmal ist es traurig, wenn man Recht behält.

Eine Gewissenssache

2.01.2006

 

PRO AUSSTIEG - EISHOCKEY OHNE FANS

23.12.2005

 

Sie haben es getan: AUF- UND ABSTIEG IST ABGESCHAFFT!

23.12.2005

Es ist ein Trauerspiel wie unkritisch und nicht hinterfragt den Herren Tripcke & Co. soeben auf premiere eine Plattform gegeben wurde, Ihr eigenes Handeln im letzten Akt zur Abschaffung von Auf- und Abstieg zu glorifizieren. Dabei nennt man, das, was sie dort vollzogen einen klassischen Etikettenschwindel:

Man entscheidet GEGEN die Meinung der Menschen und gegen das Wesen des Sports und verleiht seinem eigenen Tun hernach auch noch den Titel "Strategische Förderungsmaßnahme" bzw."Strategische Vereinbarung zur allgemeinen Förderung des deutschen Eishockeysport".

In der offiziellen Meldung zur heutigen Pressekonferenz hört sich das dann so an:

 

Strategische Vereinbarung zur allgemeinen Förderung des deutschen Eishockeysports mit Kooperationsvertrag besiegelt

Am heutigen Abend haben in Köln Vertreter des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), der Deutschen Eishockey Liga (DEL), sowie der Eishockeyspielbetriebs-Gesellschaft (ESBG) den neuen Kooperationsvertrag vorgestellt. Der neue Kooperationsvertrag regelt nicht nur das gemeinsame Miteinander der drei Organisationen, vielmehr ist er eine strategische und vollumfängliche Vereinbarung zur allgemeinen Förderung des deutschen Eishockeysports, zur speziellen Förderung des Nachwuchsbereiches, zur Förderung der Deutschen Nationalmannschaft und zur zukünftigen Entwicklung des professionellen Ligenbetriebes auf allen sportlichen Ebenen, vom Schiedsrichterwesen bis hin zu nationalen und internationalen Spielertransfers.

Damit geht der neue Kooperationsvertrag weit über die bisherige Vereinbarung zwischen den Organisationen hinaus, in der die Definition von gegenseitigen Leistungen, insbesondere der finanziellen Zahlungen durch die DEL, im Vordergrund stand.

 

Wir wollen uns nicht länger mit Euphemismen aufhalten und nennen das Kind beim Namen:

"Uns ist schlecht, wir sind bitter enttäuscht, desillusioniert, wütend und haben die Schnauze gestrichen voll!"

Liebe Herr- und Damschaften,

Sie haben verlauten lassen, dass Sie nun "alle an einem Strick ziehen" werden - wir geben Ihnen Recht: Sie ziehen gemeinsam am Strick, der um den Hals des Eishockeys in Deutschland liegt.

Bis es soweit ist, wünschen wir Ihnen allen viel Vergnügen beim verwesenden Sport, ihren Lachsschnittchen und bei Eishockey ohne Fans! Auf dass Sie in all den Seilschaften das richtige Tauende verfehlen mögen!


Gute Nacht, Pro AuSstieg.

Wer nicht fragt bleibt dumm

23.12.2005

Liebe Medienvertreter.

Heute ist Freitag. Freitag, einen Tag vor Heiligabend. Und heute ist Pressekonferenz in Köln. Pressekonferenz zur Bekanntgabe des neuen Kooperationsvertrages zwischen DEL, DEB und ESBG.

Da im besinnlichen Ambiente der Kölnarena von den Journalisten des Landes - bis auf zu wenige Ausnahmen wie auch in der Vergangenheit - keine kritischen Fragen zu erahnen sein werden (wer hat euch eigentlich gesagt, dass man die Recherche abgeschafft hat?) möchte Pro-Aufstieg helfen.

Anbei Fragen, die es zu fragen lohnen würde, die aber mit Sicherheit niemals gefragt werden:

 

Die PK-Fragen-Topp 10:

1. Lieber Herr Esken, lieber Herr Brück, mit ihnen beiden sind zwei Mitstreiter (Brück) bzw. Anhänger (Esken) der Iserlohn Roosters in Führungspositionen des DEB (der Dritte, Greg Poss, ist ja mittlerweile weg). Freut es Sie persönlich, dass IHR Club nun nicht mehr absteigen können wird? Wie oft verschreiben Sie sich eigentlich, wenn es um die DEL… äh…. den DEB… oder war es nun doch die DEL geht?

2. Lieber Gernot Tripcke, was macht Ihnen momentan am meisten Angst? Dass premiere. betriebsbedingt den TV-Vertrag vielleicht nicht erfüllen können wird? Dass Wolfsburg oder Bietigheim Zweitligameister wird und Sie erneut mit Ihren antipathischen Aussagen gegen diese Clubs konfrontiert werden? Dass Sie die deutsche Sporttradition im Eishockey, zu der, wie sie es selbst sagten, der Auf- und Abstieg unmittelbar gehört, gerade zerstört haben? Oder dass einige Arenen angesichts der miesen Zuschauerzahlen finanzielle Probleme bekommen könnten? Vielleicht aber in der Vorweihnachtszeit einfach nur Ihr Gewissen?

3. Lieber Bodo Lauterjung, Sie sind ja mit Verlaub ein alter Hase im Geschäft, waren jahrelang beim ERC Ingolstadt und sind erfahren in der Kommunikation (Telefon, Handy, Fax, Brief, eMail, verbal u.s.w.). Wie kam es zu Ihrem Sinneswandel, nachdem Sie noch vor Wochen die DEL scharf für ihr Vorgehen kritisierten und in einem Zeitungsinterview sogar über eine „wilde Liga“ diskutierten? Oder war das nur ein Kommunikationsdefekt?

4. Liebe Eishockeyfunktionäre, wie kam es zu der überaus professionell anmutenden Tatsache, dass das Streitobjekt, sprich der Kooperationsvertrag selbst, im Internet auftauchte und nun vermutlich auf unzähligen Rechnern von Privatleuten abgespeichert sein wird? Hat jemand von Ihnen in diesem Zusammenhang schon erfolgreich mit Herrn google. telefoniert?

5. Lieber Herr Schröder, würden Sie es im Nachhinein als ein angemessenes Verhalten ihrer zahlenden Kundschaft gegenüber bezeichnen, dass sie deren Protest schlichtweg ignoriert haben? Weshalb behaupteten Sie, keine einzige eMail bekommen zu haben, wo Fans sie aber doch persönlich angeschrieben hatten?

6. Liebe Frau Fend, in der Buchhaltung bzw. Verwaltung der ESBG haben Sie, so hört man, hervorragende Arbeit geleistet. War es für Sie, die sie bislang öffentlich kaum in Erscheinung getreten sind, ein großer Moment, diesen richtungsweisendenVertrag zu unterzeichnen und ein Teil des Eishockeyschicksals zu sein?

7. Lieber Herr Lehmann, Sie sind momentan wahrlich nicht zu beneiden. Konnten Sie sich denn angesichts der unangenehmen Probleme bei den Bietigheim Steelers, deren Verwaltungsrat Sie vorsitzen, überhaupt noch auf die Arbeit rund um den Kooperationsvertrag konzentrieren?

8. Liebe Vertragsunterzeichner, würden Sie uns bitte den Begriff „Lizenzvergütung“ in Zusammenhang mit dem Betrag von 800.000.- € erklären und uns erläutern, wie Sie auf diese Summe gekommen sind bzw. wie dieses Geld verwendet wird?

9. Lieber Gernot Tripcke, ist es in Ihrem Sinne und in dem sportökonomischer Grundsätze, dass kleineren Clubs, die sich sportlich für die DEL qualifizieren, durch die s. g. „Lizenzvergütung“ erhebliche Steine in den Weg zu einer annähernden sportlichen Konkurrenzfähigkeit gelegt werden? Was halten Sie von einem Solidaritätsprinzip?

10. Liebe Anwesende, hat Sie persönlich die Meinung der deutschen Eishockeyfans zu irgendeinem Zeitpunkt auch nur einen Millimeter in Ihrem Handeln beeinflusst?

Mit freundlichen Grüßen

Pro Aufstieg (bald Pro AuSstieg)

Scheiß Weihnachten - die Würfel scheinen gefallen zu sein!

22.12.2005

Es sieht so aus als wären der Sport und mit ihm die Fans auf der Strecke geblieben.
Soeben erreichte uns folgende Mitteilung :-( :

Einladung zur gemeinsamen Pressekonferenz von DEB, DEL und ESBG

Sehr geehrte Medienvertreter,
der Deutsche Eishockey-Bund (DEB), die Deutsche Eishockey Liga (DEL) und die Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG) laden Sie herzlich zu einer gemeinsamen Pressekonferenz zum neuen Kooperationsvertrag am morgigen Freitag, den 23.12.2005, um 18:15 Uhr in den Medienraum der Kölnarena ein.

Als Podiumsteilnehmer und für Ihre Fragen werden anwesend sein:

Gerd Schröder, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Eishockey Liga (DEL)
Hans-Ulrich Esken, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB)
Uwe Harnos, Aufsichtsrat der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG)
Gernot Tripcke, Geschäftsführer der DEL
Franz Reindl, Generalsekretär des DEB
Andreas Ulrich, Medienbeauftragter der DEL

Liebe Eishockeyfans, wir haben alles in unserer Macht stehende versucht, aber es scheint so als wollte man die Meinung der Fans und der zahlenden Zuschauer sowie die Stimme des Sports nicht hören. :-(

Kooperationsvertrag (ist) war online!

20.12.2005

So kann´s gehen: Man gibt in google die passenden Suchbegriffe ein und schon findet man den ganzen Pseudo-Kooperations-Fetzen auf dem Server eines Eishockeyportals im Internet. Allein die Tatsache, dass dieser Vertrag in Journalistenhände gerät, lässt einen über die Seriosität des DEL-DEB-ESBG-Vorhabens nachdenken.

Edit:
Mittlerweile wurde die betreffende Seite vom besagten Serverplatz entfernt, wenngleich es bewanderten Nutzern noch immer gelingen wird, an besagtes Dokument zu gelangen - zumindest solange bis der liebe Herr Google alle seine Links gelöscht hat. Auch ein frommer Weihnachtswunsch.

Deutliches Votum der Fans: Der Vertrag stinkt!

19.12.2005

Deutschlands Eishockeyfans haben am vergangenen Wochenende deutlich gemacht, was sie vom vorliegenden Entwurf des Kooperationsvertrages halten: GAR NICHTS!

Nochmals fordern wir von Pro-Aufstieg die Entscheidungsträger bei der DEL, beim DEB und der ESBG dazu auf, von ihren Unterschriften unter diesen Skandalvertrag abzusehen.

ZEIGEN SIE VERNUNFT! BEHALTEN SIE AUF- und ABSTIEG BEI!

Pro Aufstieg

Bundesweite Aktion: Es stinkt! - Die Dokumentation.

17.12.2005



Wölfe Freiburg - EHC München / Photo: Seeger

 



Lausitzer Füchse - Schwenninger Wild Wings / Photo: www.blue-sons.de

 



Dresdner Eislöwen - Straubing Tigers / Photo: Outlaws Dresden

 



Düsseldorfer EG - Iserlohn Roosters / Photo: DSC Düsseldorf

 



Schwenninger Wild Wings - Eisbären Regensburg / Photo: Fanatix Deluxe Regensburg

 



DEL: Augsburger Panther / Photo: Free4Style Augsburg

 



DEL: ERC Ingolstadt - Hamburg Freezers / Photo: Schäfer

 



Oberliga: EV Weiden Blue Devils - Heilbronner Falken / Photo: Lavazza (Heilbronn)

 



Schwenninger WildWings - Eisbären Regensburg / Photo: SERC Supporters

Denn sie wissen nicht, was sie tun!

16.12.2005

 

OFFENER BRIEF VON PRO-AUFSTIEG

AN DIE UNTERZEICHNER DES KOOPERATIONSVERTRAGES

 

Verehrte Dame, liebe Herren,

 

sie sollen mit Ihren Unterschriften den neuen Kooperationsvertrag zwischen der DEL, dem DEB und der ESBG sowie deren Clubs ratifizieren.

Wir fragen Sie:

Wissen Sie, welche Auswirkungen Ihre Unterschriften auf das deutsche Eishockey haben werden?

Wir sind der Meinung:
Nein, Sie wissen nicht, was Sie tun!

Von Beginn an hat sich ‘Pro Aufstieg’ gegen die Pläne zur Abschaffung der sportlichen Verzahnung sowie für den sportlichen Geist ausgesprochen. Nun sollen Sie, die Vertreter der DEL, am 19.12. den Vertrag unterzeichnen und Sie, die DEB- und ESBG-Vertreter, in den Tagen danach diesen gegenratifizieren.

Damit sind Sie für die Folgen dieses Vertrages, der bis zum 30.4.2011 datiert sein wird, verantwortlich!

 

Fakt: Die DEL - Die 1. Bundesliga spielt im Rahmen ihres Spielbetriebes ab der Saison 2006/2007 keinen sportlichen Absteiger mehr aus.

Sie bewirken damit,

1. dass die sportliche Verzahnung, also der sportliche Auf- und Abstieg zwischen den beiden höchsten Ligen im deutschen Eishockey, aufgrund wirtschaftlicher Interessen abgeschafft wird! Damit vernichten Sie die Seele des Sports.

2. dass für die Fans sportlich abgeschlagener DEL-Teams frühzeitig in der Saison der Anreiz schwindet, die Spiele ihrer Teams zu besuchen. Diese Fans wollen kein Tralala-Eishockey sehen, bei dem es um die Goldene Ananas geht! Dies wird dazu führen, dass die Zuschauerzahlen dieser Teams signifikant zurückgehen werden. Damit destabilisieren Sie Ihre eigene Liga!

3. dass die 2.Eishockey-Bundesliga als ehemals sportlicher Unterbau der DEL signifikant an Attraktivität verliert, da es künftig keine renommierten DEL-Absteiger mehr in der zweiten Liga geben wird. Dies wird dazu führen, dass die 2.Eishockey-Bundesliga sukzessive ausbluten wird. Im Klartext: Durch diesen Kooperationsvertrag wird die 2.Eishockey-Bundesliga platt gemacht.

4. die Amerikanisierung des deutschen Eishockeys. Sie verkennen damit, dass das deutsche Sportpublikum andere Ansprüche, Wünsche und Bedürfnisse hat als das Publikum in den amerikanischen Major Leagues. Damit zerstören Sie nicht nur eine deutsche Sporttradition, sondern auch dauerhaft die Chance, dass sich unterhalb der DEL ein attraktives Ligenwesen entwickeln könnte. Solch eine Strategie ist nicht visionär, sie ist reaktionär.

 

Fakt: Um in die DEL aufzusteigen, muss ein sportlich qualifizierter Club der ESBG laut Kooperationsvertrag ab der Saison 07/08 eine Lizenzvergütung an die DEL in Höhe von 800.000,- € bezahlen.

Sie bewirken damit,

1. dass die Option, das sportliche Aufstiegsrecht als Meister auch faktisch mit dem Aufstieg zu realisieren, für nahezu alle ESBG-Klubs in der 2.Bundesliga zunächst illusorisch und irreal würde. Von ein oder zwei Ausnahmen abgesehen kann kein Zweitligaklub diese Summe aus dem Cash Flow, dem Eigenkapital oder fremdfinanziert (Kredit) aufbringen. Dies führt in der Praxis dazu, dass der sportliche Wert der Zweitligameisterschaft zur Marginalie wird. Dies wird zu drastisch sinkenden Zuschauer- und Sponsorenerlösen in der 2.Liga führen.

2. dass Zweitligateams, die diese finanzielle Belastung als sportlicher Aufsteiger trotzdem stemmen wollen, nach einem DEL-Aufstieg zunächst nicht konkurrenzfähig sein werden. Wir von Pro-Aufstieg wissen, dass auch andere Finanzierungsmodelle in Betracht kommen – zum Beispiel jenes, zukünftige Erlöse aus Fernsehgeldern in den ersten Jahren an die Liga abzutreten. Diese TV-Gelder können also nicht in die Mannschaft investiert werden. Dies bewirkt erstens, dass das sportliche Niveau in der DEL sinkt. Dies bewirkt zweitens, dass die DEL drastisch an Ausgeglichenheit und Spannung verliert. Schlimmstenfalls bewirkt dies schließlich, dass ein Neuling aus der zweiten Liga zum Kanonenfutter wird. Dies widerspricht übrigens fundamental dem Ziel einer leistungsstarken DEL, wie es im Kooperationsvertrag formuliert wird. Das Gefälle zwischen starken und schwachen Teams in der DEL wird signifikant zunehmen.

3. dass ein anzustrebendes Solidaritätsprinzip im Eishockey nichtig wird. In der Fußball-Bundesliga manifestiert sich dieses Solidaritätsprinzip in einem Finanzausgleich, der bei der Verteilung der TV-Erlöse angewandt wird. Im deutschen Eishockey würde damit genau das Gegenteil praktiziert! Wir von Pro-Aufstieg weisen darauf hin: Solch ein Solidaritätsprinzip ist kein romantisches Sozialgelaber, sondern sportökonomisch sinnvoll. Denn: Ausgeglichene Liga heißt Spannung heißt volle Stadien. Eine Lizenzvergütung von 800.000€ bewirkt dagegen spannungsarme Spiele, leere Hallen, Langeweile.

By the way: Wer bekommt eigentlich das Geld und für was?

 

Wenn Sie, verehrte Funktionsträger des deutschen Eishockeys, diesen Vertrag in den kommenden Tagen unterschreiben, werden Sie das deutsche Eishockey in die 90er Jahre zurück katapultieren. Sie werden einen Fehler begehen, der die Fans aus den Stadien treiben wird. Sie werden dem Eishockey in Deutschland einen immensen Schaden zufügen!

Noch bleibt Ihnen Zeit, diesen Fehler zu vermeiden!

 

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Pro Aufstieg – Für eine offene Eishockeykultur