DEG-Zamek bezeichnet DEL-Pläne als “absolute Farce” (Eishockey News)

Eines ist klar: Die scheinbare Geschlossenheit innerhalb der DEL, die uns die Kölner DEL-Zentrale suggerieren möchte, kann man getrost als Propagandamärchen bezeichnen. Denn Fakt ist: Nachdem bereits vergangene Woche DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp leise Kritik am Tripckeismus geäußert hatte, nahm sein Düsseldorfer Klubkollege Ben Zamek (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Metro Stars) wenige Tage darauf überhaupt kein Blatt mehr vor den Mund.

In einem Offenen Brief, aus dem am Dienstag in der Printausgabe der Eishockey News zitiert wurde, bezeichnet Zamek den Beschluss, den Auf- und Abstieg aus wirtschaftlichen Gründen abzuschaffen, als "absolute Farce". Zamek prophezeit, dass der Eishockey-Leistungssport dadurch in der Bundesrepublik weiter geschwächt würde und in die Bedeutungslosigkeit abgleiten könnte. Zugleich droht der stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Metro Stars damit, dass sich die DEG, die Kölner Haie und die Mannheimer Adler aus der DEL zurück ziehen könnten.

Nun sollte man, so die Einschätzung der Eishockey News, diese Drohung nicht überbewerten. In diesem Sinne wird auch der Kölner Geschäftsführer Thomas Eichin mit den Worten zitiert: "Kein Kölner Hai denkt über einen Rückzug aus der DEL nach." Gleichwohl schenkt uns Zameks Vorstoß ein kleines bisschen Hoffnung, dass nicht alle Eishockey-Funktionäre dieser Republik Spirit und Haltung verloren haben.

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