Der Formelkompromiss, oder: Pondhockey als letzte Alternative!

N´abend allerseits, um mit den gelassenen Worten von Uns-aller-Heribert-Fassbender zu sprechen und sich selbst die notwendige Ruhe zu verleihen, die angesichts der neuesten Meldungen so verdammt schwer fällt.
Wenn wir noch nicht wussten, was ein Formelkompromiss ist - jetzt haben wir einen, der allen Eishockeyfans die Fußnägel nach oben biegen müsste:

Laut Informationen der EishockeyNEWS soll der neue Kooperationsvertrags zwischen DEL und DEB mit einer Laufzeit von 4 oder 5 Jahren u.a. folgende Aspekte beinhalten:

- Einen Absteiger aus der DEL wird es definitiv nicht mehr geben

(…)

So - und eigentlich könnten wir an dieser Stelle schon aufhören über diesen Vertrag zu diskutieren, da damit die sportliche Verzahnung ohnehin im Sumpf aus Fremdbestimmtheit und Sportfeindlichkeit versenkt worden wäre. Aber das, was man einen Kompromiss nennt, fährt noch unglaublichere Geschütze auf:

- Der potentielle Aufsteiger (diesen gibt es theoretisch allerdings nur vier Jahre lang bzw. bis die DEL eine Ligenstärke von 16 Vereinen erreicht hätte) hat ein einmaliges Eintrittsgeld in Höhe von rund 800.000.- Euro zu bezahlen (keine Kaution, sondern eine Einmahlzahlung!).

Hallo? Guten Morgen?

Damit wäre angesichts der deutschen Eishockey-Wirklichkeit nicht nur der Abstieg, sondern definitiv auch der Aufstieg abgeschafft!

Um es klipp und klar zu sagen:
Wenn diese Inhalte von Vertretern der DEL UND des DEB unterschrieben werden, dann drängt sich uns von Pro-Aufstieg nur ein einziger Gedanke auf:

Eben in jenem Worst-Case-Szenario, dem "geschönten" Abnicken der DEL-Forderungen durch den Verband, ist es schwer vorstellbar, dass es nicht auch beim DEB einige Herrschaften geben muss, denen DEL-Interessen näher stehen als die Belange des Deutschen Eishockeysports. - Dem jedenfalls wird nachzugehen sein.

Wenn dennoch alles so kommen sollte - gute Nacht! Uns finden Sie dann beim Pondhockey - ohne Lachsschnittchen, ohne einem projezierten sportlichen Wettstreit und das Diktat von Menschen, die die Grundwerte des Sports an die Wirtschaft verkaufen!

Doch solange es nicht so ist, werden sich diejenigen wehren, die so viel mehr von unserem Sport verstanden haben als die, die ihn nun kastrieren wollen.